(Rana temporaria)

Grösse : 6 - 10 cm  
Aufnahmedaten: März/April Region Schlundweiher, Obersiggenthal  
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Die Grasfrösche sind, entgegen ihrem Namen, nicht grün gefärbt, dafür ist ihre Zeichnung und Färbung sehr vielfältig. Von gelbbraun über braun, oliv, rötlich dunkelbraun, grau bis fast schwarz, sind die Tiere stärker oder schwächer gefleckt. Sie gehören zu den weitest verbreiteten Amphibienarten Europas. Sie bevorzugen stehende und leicht fliessende Gewässer aller Art, auch wenn sie nur wenige Quadratmeter gross sind. Flachmoore sind ideale Lebesräume, während stark fliessende oder Gewässer mit grossem Fischbestand gemieden werden. Im Alpenraum sind sie auf der Alpennordseite bis auf 2300 m.ü.M. und im Wallis sogar bis auf 2600 m.ü.M. zu finden.

Bereits zwischen August und November ziehen die meisten Grasfrösche zu dem Laichgewässer. Sie überwintern dann im Ein- bzw. Ausflussbereich oder in einer sauerstoffreichen Stelle direkt im Gewässer. Andere überwintern im Waldboden und machen sich beim ersten Tauwetter ab Mitte Februar auf den Weg zum Laichgewässer. Die Männchen umklammern die Weibchen hinter den Voderbeinen. Nach einigen Stunden oder wenigen Tagen kommt es dann zur Eiablage und Befruchtung. Ein Weibchen kann einen Eiklumpen von 800 – 2500 Eiern ablegen. Dabei verliert es rund einen drittel von seinem Körpergewicht. Danach verlassen sie das Gewässer wieder, wandern in die umliegenden Wälder und Felder und graben sich für einige Wochen ein. Einzelne Exemplare bleiben über Wochen im Laichgewässer, sie sind aber nur sehr schwer zu entdecken.

Die jungen schwarzen Larven schlüpfen nach zwei bis drei Wochen. Ein besonderes Merkmal in diesem Stadium sind die schwarzen Kiemenbüschel, die jedoch bald verschwinden und die Kaulquappe wächst heran. Nach ca. 2 Monaten, bei uns etwa im Juni, wandelt sich die Kaulquappe zum landlebenden Jungfrosch um. Ab Ende Juni velassen die 12 – 15mm langen Frösche den Weiher. Bis zum Erreichen der Geschlechtsreife nach normalerweise drei Jahren (im Gebirge später) führen die halbwüchsigen Tiere ein äusserst verstecktes Leben und scheinen wie vom Erdboden verschluckt. Sie bleiben dem Wasser die ganze Zeit über fern und wandern erst im vierten Frühjahr wieder an ihren angestammten Laichplatz zurück.