(Ammophilia subulosa)

Grösse 15 - 25 mm  
Aufnahmedaten: In Saas Fee  
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Die gemeine Sandwespe gehört zu den Grabwespen (Familie Sphecidae). Diese zeichnen sich alle durch in den Erdboden verlegte Nester aus.
Sie fängt Raupen, auch solche die deutlich grösser sind als sie, in dem sie das Beutetier mit einem Stich lähmt. Anschliessend trägt sie die Beute zum zuvor ausgescharrten Nest, einem senkrecht in den Boden führenden Gang, der in einer Runden Kammer endet. Der Transport erfolgt immer am Boden, niemals im Flug. Die Orientierung erfolgt durch Wegmarken, welche sich die Sandwespe wie eine Landkarte einprägt.

In der Nestkammer legt sie ein Ei an die Beute und verschliesst dann das Nest. Da die Raupe nur gelähmt ist, kann sie als Nahrung in der Hitze nicht verderben. In den nächsten Tagen schlüpft die Larve und beginnt sich von der Raupe zu ernähren. Die Sandwespe schaut mehrmals nach dem Nachwuchs und bringt weitere Raupen. Es findet somit eine echte Brutpflege statt. Eine Sandwespe betreut mehrere Nester in verschiedenen Stadien.

Sehr auffällig an der Sandwespe ist ihr langer schmaler Hinterleib. Er ist Orange-rot und hat einen schwarzen Abschluss. Der restliche Körper ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Die Körperlänge liegt zwischen 15 und 25 mm, wobei die Weibchen etwas grösser sind als die Männchen.