(Decticus verrucivorus)

Körperlänge Weibchen 26 – 44mm
Männchen 24 – 38mm
Aufnahmedaten In der Region Saas Fee
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Der Warzenbeisser gehört zu den Langfühlerschrecken und ist nicht besonders anspruchsvoll. Auf Grund seiner ätzenden Verdauungssäfte liess man früher das Tier in Warzen beissen und erhoffte sich dadurch eine heilende Wirkung. Daher kommt nicht nur der deutsche, sondern auch der wissenschaftliche Name. Er ist etwa gleich gross wie das grüne Heupferd.

Der Warzenbeisser bewohnt häufig kurzgrasige Bergwiesen, kommt aber auch auf Feuchtwiesen und Trockenrasen vor. Oft wird er auch auf Ackerbrachen angetroffen. Der Warzenbeißer ernährt sich vorwiegend von Insekten, jedoch auch von Pflanzen. Die Art ist ausgesprochen tagaktiv und singt nur bei Sonnenschein.

Das Weibchen trägt ein langes Legerohr oder einen "Legesäbel" (Ovipositor) am Hinterende, mit dem es die Eier ablegen kann. Dieser besteht aus drei Paar Anhängen des achten und neunten Hinterleibssegmentes, den Gonapophysen.
Im Herbst legt das Weibchen mit der Legeröhre seine ca. 5mm langen Eier in den lockeren Boden; im Frühjahr (April) des folgenden Jahres schlüpfen die Larven des Grashüpfers.

Auf dem ersten Bild, es handelt sich um ein Weibchen, sieht man den Legebohrer sehr deutlich.