(Harmonia axyridis)

Länge: 5 - 7mm  
Wichtige Merkmale: meistens gelb oder orange gefärbt mit 19 schwarzen Punkten und einem schwarzen "M" oder "W" (je nach sichtweise) auf dem Halsschild.  
Aufnahmedaten: Juni 2008 am Kappisee bei Obersiggenthal  
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Im Jahr 2006 erstmals in der Schweiz nachgewiesen, hat er in der Zwischenzeit das ganze Land erobert., der Asiatische Marienkäfer. Ursprünglich kommt die Art aus Japan und China und wurde so um 1981 in Europa zur Schädlingsbekämpfung eingeführt. Über die Folgeneiner solchen Aktion machte man sich damals keine grossen Gedanken.

Er ist etwa gleich gross wie der Siebenpunkt-Marienkäfer, kann aber trotz der sehr variablen Färbung relativ gut von unseren einheimischen Arten unterschieden werden. Die meisten Exemplare sind gelb oder orange gefärbt, mit 19 schwarzen Punkten auf den Flügeldecken. Und einem markanten schwarzen „W“ oder „M“ (je nach sichtweise) auf dem Halsschild. Es gibt aber auch andere Farbvarianten oder ganz schwarze Käfer ohne Punkte.
Die Larven haben eine schwarz- bis blaugraue Grundfärbung und tragen am ganzen Körper mehr oder weniger lange Borsten, die mit zwei bis drei Ästen versehen sind. Der Hinterleib ist auf den ersten fünf Segmenten beidseits des Rückens orange gefärbt.

Der Asiatische Marienkäfer hat einen grossen Hunger und verzehrt pro Tag 100 bis 250 Blattläuse. Das Problem ist aber, dass er, wenn es keine Blattläuse mehr hat, auch Schmetterlingslarven, andere Insekten und die Larven unserer einheimischen Marienkäfer frisst. Was das in Zukunft für Auswirkungen haben wird ist noch unklar, vor allem weil er keine natürlichen Feinde hat. Er kann bei Gefahr eine gelbe, bitter schmeckende und giftige Flüssigkeit absondern. Ein Vogel der einmal einen solchen Käfer gefressen hat, will keinen zweiten mehr.

Aber auch für die Wein- und Obstbauern könnte er zur Gefahr werden, den zwei Käfer auf ein Kilo Obst führen bereits zu einer erheblichen Geschmacksbeeinträchtigung.