(Aglais urticae)

     
Aufnahmedaten: Ende Mai 2007 in Obersiggenthal  
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Der Kleine Fuchs fliegt im Flachland in zwei bis drei Generationen, die sich besonders im Sommer recht stark überschneiden können. Im Sommer steigt er bis auf über 3000 m ü.M. und ist manchmal auch auf Gletschern zu beobachten. In Mittel- und Hochgebirgslagen sind die Falter häufig grösser und haben eine hellere Färbung.

Der vom Aussehen her ähnlichste Schmetterling ist der Grosse Fuchs. Der Kleine Fuchs ist jedoch immer deutlich kleiner und von lebhafter, orangebrauner Grundfarbe. Ferner hat er einen weissen Fleck an der Vorderflügelspitze und alle vier Flügel haben blaue Flecken in der Randzone. Unterschiede zwischen den beiden Arten zeigen sich auch im Verhalten: Der Kleine Fuchs ist ein eifriger Blütenbesucher, der Grosse Fuchs sucht so gut wie nie Blüten auf.

Die Tiere sind Binnenwanderer erster Ordnung. Sie unternehmen innerhalb ihres Verbreitungsgebietes kürzere Wanderungen. So fliegen sie beispielsweise im Herbst oftmals aus dem Gebirge in die wärmeren Tieflagen und die nächste Generation im Frühsommer wieder zurück. Der Kleine Fuchs überwintert wie das ebenfalls zu den Edelfaltern gehörende Tagpfauenauge an geschützten Orten wie Kellern, Dachböden, Garagen oder auch in natürlichen Verstecken, wobei die Überwinterung an warmen Tagen unterbrochen werden kann.