(Lacerta agilis)

   
   
Zur Galerie


Die Zauneidechse erreicht eine Länge von 20 – 25 cm. Nach der Smaragdeidechse ist sie damit die grösste der vier Eidechsenarten des Schweizer Mittellandes. Ihre gedrungene, kräftige Gestalt und der verhältnismässig kurze, stumpfschnauzige Kopf unterscheiden sie deutlich von der zierlicheren Mauereidechse. Ihr Schwanz wird nicht viel mehr als körperlang und wirkt ziemlich dick, derjenige der Mauereidechse hat etwa die doppelte Körperlänge und erscheint dadurch länger und schlanker. Beiden Geschlechtern der Zauneidechse gemeinsam sind die hellen Rückenstreifen, die Augenflecken an den Flanken und die braune Grundfarbe.
Das Männchen zeigt besonders während der Fortpflanzungszeit leuchtend grüne Flanken und eine grüne Kehle, wodurch es sich deutlich von der Waldeidechse unterscheidet, bei welcher niemals grüne Farbtöne auftreten.

Den Jungtieren der Zauneidechse fehlt die charakteristische Rückenzeichnung, die Augenflecken sind jedoch sehr deutlich und überziehen den ganzen Körper.

Die Zauneidechse ist ein Tagtier und wird besonders in den späten Vormittagsstunden aktiv, so dass zu dieser Zeit die meisten Tiere einer Population beobachtet werden können. Sie sonnen sich mit Vorliebe auf Kahlstellen und in den Lücken der Grasschicht, wo sofortiges Untertauchen möglich ist. Ist die Vegetationsdecke zu hoch oder fehlen Lücken, dann werden darüber hinaus ragende Strukturen benutzt, etwa Schutt-, Kies-
und Holzhaufen, Baumstrünke, liegende Stämme, grössere Steine und Sperrgut. Die Nahrung der Zauneidechse besteht zum grössten Teil aus Insekten, besonders Schmetterlingen und Käfern. Andere Gliedertiere, Schnecken und Würmer werden weit seltener gefressen.