(Salticus scenicus)

Grösse ca. 5 - 7mm  
Vorkommen reife Männchen Mai bis Juli

Weibchen fast ganzjährig
 
     
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Die Grundfärbung der Spinne ist ein schwarz-braun mit den typischen weißen „Zebrazeichnungen“.
Die Beine sind undeutlich hell-dunkel gefleckt. Reife Männchen treten von Mai bis Juli, die Weibchen fast ganzjährung auf. Man findet sie vor allem an und in Gebäuden, an Felsen und an Zaunpfählen, seltener an Bäumen. Besonders im Siedlungsbereich ist sie sehr häufig.

Die kräftigen Beine ermöglichen ihnen große Sprünge. So ist ihre Bewegung auch entweder sanft schleichend oder ruckartig vorspringend. Der beeindruckende Sprung resultiert aus einer ruckartigen Überstreckung des 3. und 4. Beinpaares. Die Überstreckung wird nicht direkt durch Muskeln, sondern durch eine ruckartige Erhöhung des Haemolymphdrucks ermöglicht, also einem eher hydraulischen Prinzip. Die ersten zwei Beinpaare ergreifen dann die Beute bzw. bremsen die Landung. Sie überwinden dabei Entfernungen die bei dem ca. 20fachen der eigenen Köperlänge liegen. Neben dem Angriff werden diese Sprünge auch für die Flucht genutzt.

Am auffälligsten sind die großen Augen der Zebraspringspinne. Sie sind in 3 Reihen 4 –2 –2 angeordnet. Nach vorn sind zwei Augenpaare gerichtet. Die großen mittleren, scheinwerferartigen Augen können ähnlich einem Fotoobjektiv mit zwei Linsen ihren Fokus und die Brennweite frei bewegen. Zudem kann sich die Netzhaut verschieben und so einen anderen Blickwinkel ermöglichen. Ähnliches gilt für die kleineren Augen an der Kopfseite.

Die Spinne pirscht sich bei der Jagd bis ca. 1 cm an ihre Beutetiere ( z.B. Fliegen) an. Es wird ein Sicherheitsfaden am Untergrund befestigt und dann springt sie auf ihr Opfer.