(Phalacrocorax carbo)

Grösse 90 cm  
Gewicht 2000 - 2500 g  
Gelege 1 Gelege à 3 - 4 Eier  
Zugverhalten Kurzstreckenzieher, Wintergast  
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Kormorane, imposante Erscheinungen, früher Seeraben genannt, sind perfekte Taucher und Fischer. Zusammen mit den Basstölpeln und den Pelikanen gehören Kormorane zur Ordnung der Ruderfüssler und zusammen mit Krähenscharben und Zwergscharben bilden sie die Familie der Kormorane.

Die Kormorane ernähren sich von 10–30 cm langen Fischen; gelegentlich werden auch grössere Beutetiere gefressen. Der Nahrungsbedarf liegt bei ca. 500 g pro Tag und Vogel. An Seen und gestauten Flussabschnitten im Binnenland sind Weissfische und zeitweise Barsche die Hauptnahrung; an frei fliessenden Flüssen sind es Äschen und Forellen. Kormorane fischen oft gemeinsam; dies garantiert einen höheren Jagderfolg.

Nach einem Tauchgang müssen die Kormorane ihre nassen Flügel wieder trocknen. Diese werden wegen der grossen Abstände zwischen den Federstrahlen nass, diese Federstruktur ist jedoch zum Tauchen wichtig. Ohne diese Struktur hätten sie sonst unter Wasser zuviel Auftrieb. Weitere Anpassungen an die tauchende Lebensweise sind weniger Lufteinlagerungen in den Knochen als bei anderen Vögeln, ein stromlinienförmiger Körper und kräftige Ruderfüsse.

Kormorane kommen in erster Linie an Binnenseen und großen Flüssen vor. In der näheren Umgebung sollten Wälder oder zumindest einige hohe Baumgruppen vorhanden sein. Mit Vorliebe siedeln Kormorane in schon bestehenden Graureiherkolonien und besiedeln besonders die am höchsten in den Baumkronen stehenden Horste. Mitunter werden die Reiher sogar von den Kormoranen verdrängt.

Kormorane brüten nur einmal im Jahr. Nach Verlust des Geleges kann es zu einem Nachgelege kommen. Meistens werden 3-4 Eier in einem Abstand von 2-3 Tagen gelegt. Die Brutdauer beträgt 23-24 Tage. Die Nestlingszeit beträgt ca. 50 Tage. Die Füsse entwickeln sich rasch und die Jungen können schon vorzeitig auf dem Horstbaum herumklettern. Mit zwei Monaten sind sie dann voll flugfähig und nach einem weiteren Monat sind sie selbstständig. Erst im Alter von gut drei Jahren werden die Jungen geschlechtsreif.