(Nucifraga caryocatactes)

Grösse 32 cm  
Gewicht 160 - 250 g  
Gelege 1 Gelege à 3-4 Eier  
Zugverhalten Standvogel  
Aufnahmedaten: Die Bilder in Saas Fee in der Region Bärenfalle augenommen.  
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Tannenhäher gehören, wie alle Rabenvögel, zu den Singvögeln, auch wenn ihre kräftige Stimme nicht unbedingt darauf hinweist.
Den Tannenhäher findet man vor allem in Nadelwäldern über 700 m bis hinauf zur Waldgrenze (ca. 2200 m).
Die auffälligsten Merkmale des Tannenhähers sind das dunkelbraune, weiss gefleckte Gefieder, der starke, bis vier Zentimeter lange Schnabel und natürlich sein schnarrender Ruf. Im Volksmund ist er auch als "Starenkrähe oder andernorts als "Nussknacker" bekannt.

Wie alle Rabenvögel ist auch er ein Allesfresser. Im Herbst und Winter überwiegt die pflanzliche Nahrung. Die Nüsschen der Arvenzapfen mag er besonders gern. In den Monaten August und September sammelt er vor allem Arvennüsschen. Die ca. 5 Zentimeter grossen Arvenzapfen werden am Baum abgehackt und anschliessend in einer so genannten Zapfenschmiede weiterbearbeitet. Zapfenschmieden sind Baumstümpfe oder Astgabeln, in denen der Zapfen eingeklemmt werden kann, eine Art Schraubstock also.
Die freigelegten Arvennüsschen, und zwar nur die guten, lässt er in seinen Kehlsack gleiten. Dort hat es für bis zu 90 Nüsschen Platz.

Mit gefülltem Kehlkopf fliegt er dann zu verschiedenen Stellen in seinem Revier, wo er Verstecke anlegt. In so einer Vorratskammer befinden sich bis zu 10 Nüsschen. Ein Tannenhäher versteckt so im Jahr ca. 25 Kilogramm Arven- und andere Nüsse. Auch wenn er seine Verstecke sehr gut wieder findet, so bleiben immer wieder Nüsse übrig, die dann wiederum den Fortbestand der Arve sichern.