(Ardea cinerea)

Grösse 90 cm  
Gewicht 950 - 1050 g  
Gelege 1 Gelege à 3 - 5 Eier  
Zugverhalten Teilzieher, Tag- und Nachtzieher  
     
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Der Graureiher ist der häufigste Reiher in Mitteleuropa und wird auch Fischreiher genannt. Er ist vor allem als Fischjäger bekannt und bei vielen Fischern auch geächtet, das aber zu unrecht. Über die Hälfte seiner Nahrung besteht nämlich aus Larven von Gelbbrandkäfern, Libellen, Reptilien, Amphibien und Mäusen.
Der Graureiher jagt stehend im seichten Gewässer, wo er blitzschnell schwimmende Fische mit dem spitzen Schnabel erdolcht und dann ganz herunterwürgt. Die Grösse seiner Beutetiere ist auf ca. 20 cm beschränkt.
Auch im Feld kann der Graureiher mit einer unglaublichen Geduld absolut regungslos auf der Lauer liegen, wenn er aber Beute fixiert hat, geht es blitzschnell.
Bei einer Grösse bis 1 m (bei gestrecktem Hals) und einer Spannweite von 1,5 m ist er ein grosser, bei einem Körpergewicht von ca. 1 Kilogramm allerdings ein leichter Vogel.
Die Geschlechter sind äusserlich nicht unterscheidbar. Im Flug lassen sich alle Reiher am s-förmig eingezogenen Hals von Störchen unterscheiden.
Die Balz findet im Februar und März statt und sie führen eine Saisonehe. Die Brut dauert 23 - 26 Tage, 50 - 55 Tage nach dem Schlüpfen sind die Jungen flügge und nach zwei Jahren sind sie geschlechtsreif.
Im Jugendkleid ist der Graureiher weniger kontrastreich gezeichnet. Die schwarze Scheitelbefiederung und die Schmuckfedern fehlen (siehe Bild rechts).