(Dendrocopos major)

Grösse
Spannweite
23 - 26 cm
37 - 39 cm
 
Gewicht 70 - 90 g  
Gelege 1 Gelege à 4 - 7 Eier  
Brutdauer
Nestlingszeit
11 - 13 Tage
20 - 24 Tage
 
Zugverhalten Standvogel  


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Die Buntspechte kommen in der Schweiz von den Tieflagen bis hinauf zur Baumgrenze vor und ist unsere häufigste und am weitesten verbreitete Spechtart. Sie bewohnen alle Laub- und Nadelwälder, aber auch in Parks, in Siedlungen und im Kulturland sind sie zu hause.
Sie fressen vor allem Larven von Bock- und Borkenkäfern, im Winter aber auch Hasel- und Walnüsse, Samen von Fichten- und Kiefernzapfen sowie Bucheckern.

Der (nur zum kleineren Teil als Territorium verteidigte) Aktionsraum eines Paares umfasst etwa 40–60 ha, unter nahrungsökologisch besonders günstigen Bedingungen wohl auch nur 6–10 ha. Ab Ende des 1. Lebensjahres sind sie geschlechtsreif. Die Balz beginnt, wetterabhängig, Anfang Dezember bis Mitte Januar und erreicht in der zweiten Märzhälfte ihren Höhepunkt. Sowohl Männchen wie Weibchen trommeln, wenn sie beim Durchstreifen ihres Winterreviers in die Nähe eines Höhlenbaumes kommen.
Die für alle Spechte charakteristische Länge der Balzzeit hängt wohl damit zusammen, daß der Sexualkontakt dieser distanzierend-aggressiven Vögel erst nach langwieriger Synchronisation und sexueller Stimulation möglich wird. – Der Zeitpunkt der Paarbildung lässt sich bei solchem Widerstreit kaum genau fixieren. Zunächst werden vor allem die Schlafhöhlen der beiden Partner durch Trommeln angeboten (gegen zu starke Annäherung aber auch noch verteidigt), mit der Zunahme der Balzintensität (März/Anfang April) finden auch andere Höhlen und potentielle Höhlenstandorte Beachtung. Das Revier wird etwa Ende März, 4 (–6) Wochen vor Brutbeginn bezogen.

Wie bei anderen Spechten wechseln beim Zimmern einer Höhle Hackperioden mit Auswerfphasen ab. Die größten aus dem Schlupfloch geworfenen Späne sind 1–2 cm lang. Ein Teil des Materials bleibt in der Höhle und dient dem Gelege als Unterlage. Da nach dem Schlüpfen der Jungen manches davon mit dem Kot weggetragen wird, ergänzt das Weibchen
diese Unterlage bis zum 10. Nestlingstag durch gelegentliches Hacken. Bei ausreichendem Höhlenangebot entstehen neue Niststätten vielfach nicht in einem Zug; es werden vielmehr alte Höhlen benutzt oder ausgebaut.